Überall, wo man hinsieht, wird diskutiert, Klimaschutz ist in aller Munde.Seit die Jugend mit ihren Fridays-for- Future-Demos den Erwachsenen, der Politik, der Industrie sagt, dass wir so nicht weitermachen dürfen, wir so die Welt und somit ihre Zukunft kaputt machen, rückt Klimaschutz stärker ins Bewusstsein aller. In der Politik, in der Wirtschaft findet geradezu ein Wettbewerb statt, wer grüner ist und wer ökologischer produziert. Jeder versucht, sich im Klimaschutz zu profilieren. Nur wie ehrlich nehmen wir es wirklich mit dem Klimaschutz?

Es ist höchste Zeit, den Klimaschutz auch aktiv umzusetzen. Darüber sind sich alle fast einig. Es mag ja stimmen, dass die Schweiz alleine das Weltklima nicht retten kann. Aber trotzdem ist Warten, bis die anderen so weit sind, keine Lösung. Die ganze Klimadiskussion hat bisher nur wenig Einfluss auf unser Konsumverhalten gehabt. In den Schweizer Haushalten fallen jährlich rund 1 Million Tonnen Lebensmittel-Abfälle an. Hiervon sind rund 60 % vermeidbar. Wie gehen wir mit dem Wasserverbrauch um? Zwar sparen wir zu Hause immer mehr Wasser dank effizienteren Haushaltsgeräten wie Geschirrspülern und Waschmaschinen. Doch was ist mit dem Wasserverbrauch bei der Herstellung von Konsumgütern? Eine Jeans zu produzieren, verbraucht rund 11’000 Liter Wasser. Wasser von Ländern, die schon unter dem Mangel an sauberem Trinkwasser leiden.

Ein Umdenken in unserem Konsumverhalten ist gefragt. Nur mit Diskutieren und Demonstrieren werden wir die Welt nicht retten. Jeder kann bei sich im Kleinen einen wichtigen Beitrag leisten.

Harald Fessler, Herausgeber


Jörg Schelling, Chefredaktor