Jetzt doch nicht – oder gerade jetzt erst recht?

Auch wenn in den letzten Monaten andere Schlagzeilen als der Klimawandel die Nachrichten dominiert haben – er ist trotzdem da und spürbar für uns alle. Noch verbrauchen wir viel zu viel von den klimaschädlichen fossilen Energien wie Kohle, Erdöl und Gas. Dies führen uns die angesichts der durch den Krieg in der Ukraine verursachten hohen Energiepreise deutlich vor Augen. 

Jetzt doch nicht – oder gerade jetzt erst recht? Sollten wir beim Klimaschutz bremsen angesichts hoher Energiepreise oder doch schneller auf erneuerbare Energien umsteigen? Diese existenzielle Frage für das Überleben auf unserem Planeten nur auf den wirtschaftlichen Profit zu reduzieren, wäre für zukünftige Generationen fatal.

Der Klimawandel ist die Folge unseres Wirtschaftens und unserer Lebensweise. Dies zeigen deutlich die vielen Naturkatastrophen wie der Orkan Zeynep, der Gletschersturz vom 3. Juli 2022 am italienischen Berg Marmolata in den Dolomiten oder das Unwetter Anfang Juli im Emmental und in der Zentralschweiz, das mit voller Wucht einschlug. Überflutete Keller, Hauseingänge und Felder unter Wasser, zerstörte Strassen und Existenzen erleben wir auch immer mehr bei uns. Kaum ein Jahr vergeht bei uns ohne Naturkatastrophen. Es zeigt sich: Die Einschläge kommen immer schneller und immer näher.

Wann wollen wir denn handeln? Wie lange wollen wir so weitermachen und auf alte ressourcenfressende Technologien setzen oder unseren Konsumgewohnheiten treu bleiben?

In der diesjährigen Ausgabe des Klimafreundlich Jahrbuchs zeigen Unternehmen mit ihrem Engagement, wie sie aktiv ihre Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft wahrnehmen. Nehmen wir sie als Inspiration und gehen wir mit diesen Unternehmen den Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Warten wir nicht auf morgen – handeln wir jetzt erst recht!

Jörg Schelling
Chefredaktor

Jörg Schelling, Chefredaktor

Harald Fessler, Herausgeber

Martin Hofer, dipl. Umweltberater